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reiseFreitag, 28. April 2006Reisebericht Tasmania - Teil 5
Sa, 22. April - Lake St Clair, Mountfield NP, Lune River
Zum Frühstück gabs erstmal einen kleinen Hike am Lake St. Clair, danach wieder auf die Straße und zum Mountfield N.P. wo wir uns die Russell Falls und seeehr große Bäume angeschaut haben. Anschließend waren wir in einem Wildlife Sanctury, wo wir Wombats gestreichelt haben und Bou Emus mit seinem Hintern gefüttert hat. Über Hobart, wo wir einkaufen waren, den Mexikaner abgekippt haben und ich beinahe mit einem Bus kollidiert wäre, ging es dann Richtung Süden. Ziel war ein Campingplatz am Ende des Huon Valley in Southport. Da es aber ziemlich geregnet hat, sind wir spontan den Schildern zum Lune River Backpackers gefolgt. Klingt ansich nicht schlecht, nur da wo die Schilder hinführten gab es kein Backpackers, lediglich eine kleine Grillhütte mit Feuerstelle. Da der Regen mittlerweile aufgehört hatte, haben wir dann einfach da unsere Zelte aufgeschlagen, ein Feuer gemacht und eine ordentliche Runde Flobby Bou gespielt. Plötzlich tauchten dann drei sehr schräge Tasmanier auf. Die haben uns dann erzählt, dass das Backpackers (es gehörte einem von ihnen) 2001 abgebrannt ist. Wir wurden die Jungs dann auch nicht mehr so wirklich los, die standen selbst dann noch am Feuer als wir alle schon schlafen waren ... müssen wohl die Drogen sein. Habe wirklich noch nie so verstrahlte Typen gesehen. So, 23. April - Hot Springs, Tree Top Walk Aufstehen war garnicht so einfach, aber immerhin hatten wir am Samstag schon für das Frühstück eingekauft, was dann auch sehr gut war. Dann gings nach Hastings zu den Hot Springs. Die waren mit ihren 27 Grad aber leidern icht so wirklich warm, die warme Dusche danach war den Eintritt aber wert. Nachmittags stand dann ein Tree Top Walk im Hartz Mountains N.P. auf dem Programm. War zwar schon hoch und alles, aber doch irgendwie nicht so spannend. Nach einer Woche Natur pur können einen Bäume und tolle Ausblicke einfach nicht mehr so wirklich umhauen. Anschließend haben wir Sarah und Maite nach Hobart zum Flughafen gebracht und sind dann weiter nach Port Arthur gefahren. Dort gabs dann lecker Spaghetti Bolognese und einen chilligen Abend, war ja schließlich unser letzter. Mo, 24. April - Port Arthur, Tasman's Arch, Tesselated Pavement Nach Dusche und Frühstück fuhren wir nach Port Arthur. Port Arthur war ein Gefangenenlager und galt als das berüchtigste Gefangenenlager des britischen Empires. War dann auch recht interessant. Ein gute Idee war, dass jeder Besucher am Eingang eine Spielkarte bekommt, die einen Gefangenen symbolisiert. Auf dem Gelände kann man dann erforschen was aus ihm geworden ist. Im Eintritt war auch eine Führung und eine kleine Schifffahrt inbegriffen. Alles in allem eine Runde Sache und wir haben relativ viel Zeit dort verbracht. Das andere Auto musste uns dann leider verlassen und zurück blieben nur Jonas, Tom, Bou, Olman und ich. Wir haben uns dann noch den Tasman's Arch, Devil's Kitchen, ein Blowhole und das Tesselated Pavement angeschaut - alles sehr beeindruckende von der Natur geschaffene Dinge. Danach ging es nochmal auf eine Pizza und einen Kaffee nach Hobart, wo wir nochmal kurz Carolien getroffen haben. Schließlich mussten wir zum Flughafen und unser Auto, was uns wirklich treue Dienste geleistet hat, abgeben. Damit war dann unser Roadtrip zu Ende. 9 Tage sind doch schneller um als man denkt. Aber wir haben viel gesehen und hatten viel Spaß, was nicht zu letzt auch an der guten Gruppe lag. Wer möchte kann sich meine Fotos anschauen. Empfehlen kann ich auch Jonas' Fotos, die dank seiner Kamera wirklich sehenswert und auch amüsant kommentiert sind. Donnerstag, 27. April 2006Reisebericht Tasmania - Teil 4
Do, 20. April - Cataract Gorge, Cradle Mountain, Queenstown
Nachdem wir Mittwoch schon früh aufgestanden waren, heute nochmal früher: um 6:20 haben wir uns aus den Betten gequält (oder zumindest ein Teil von uns). Olman hat wieder Frühstück gemacht - Eggs and Bacon (mit dem widerlichsten Bacon überhaupt, gut das gleich 2kg davon gekauft wurden). Als dann alle wach, geduscht und satt waren haben wir uns die Cataract Gorge angeschaut. Eine schöne Schlucht quasi mitten in Launceston. Danach haben wir uns auf den Weg zum Cradle Mountain gemacht. Unterwegs wurde ein kleiner Zwischenstop in Mole Creek eingelegt um eine Tropfsteinhöhle zu besichtigen. In der King Salomon's Cave hatten sie nicht mehr genug Tourplätze für uns, also haben wir uns halt eine andere Hölle gesucht. Die Marakooba Cave war dann auch sehr cool und verfügt über höchstseltene Höhlenglühwürmchen. Als wir am Cradle Mountain ankamen war es leider schon zu spät um die Gipfeltour (5-6std) anzugehen, deshalb blieb uns nur der Rundweg um den Lake Dove (2-3std). Den meisten war es aber zu kalt und zu schneeig (ja, richtig gelesen. Schnee! In Australien!), schließlich sind dan ndoch nur wieder die ganz coolen auf die Tour gegangen, also Jonas, Bou, Olman und ich. War ein sehr cooler Hike und das Wetter hat auch nicht wirklich gestört. Anschließend ging es nach Queenstown wo wir die Nacht verbringen wollten. Mit 2 Kartons Bier haben wir uns dann erstmal in der Gemeinschaftsküche breitgemacht und es uns gut gehen lassen. Im Laufe des Abends kam dann Bou und mir die Idee für Flobby Bou, was dann auch direkt getestet und perfektioniert wurde (Regeln demnächst). Fr, 21. April - Queenstown, Strahan, Lake St. Clair Aua Kater. Der Besitzer der Campinganlage war auch nicht so angetan von unserer Party, aber was solls. Frühstück gabs in Queenstown, wo wir uns direkt auch nochmal die Naturkatastrophe angeschaut haben die der Bergbau dort hinterlassen hat. Weiter gings an die Westküste nach Strahan, relativ enttäuschent, da man dort als einzige Aktivität Boote, Flugzeuge und andere Dinge die unser Budget übersteigen mieten kann um zum Regenwald zu gelangen. Naja sind wir halt wieder zurück nach Queenstown, haben schnell was eingekauft und sind dann durch den Franklin-Gordon N.P. zum Lake St. Clair gefahren. Die eine Hälfte hat gecampet, die andere im Backpackers übernachtet. Frank und ich haben versucht mit nassem Holz ein Feuer zu machen, sind aber kläglich gescheitert - höchst frustrierend. ... weiterlesen in Teil 5. Reisebericht Tasmania - Teil 3
Mi, 19. April - Cheese factory, St. Columba Falls, Launceston
Früh aufgestanden und unser Lager in St. Helens abgebrochen. Frühstück gab es in einem Cafe/Bäckerei-Ding. Dann gings auf die Straße mit grober Richtung Launceston. Unterwegs haben wir kurz bei einer Cheddar Cheese Factory gestoppt, wo wir verschiedene Käsesorten probiert haben und unser Gruppengewicht bestimmen konnten (746kg), dann gings zu den St. Columba Falls, einem 90m hohen Wasserfall. Es war leider etwas regnerisch, aber wir sind trotzdem bis hin gelaufen. Der weitere Weg war dann der absolute Tiefpunkt des Trips. Das andere Auto ist in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Es ist aber niemandem was passiert, außer dem Auto. Glücklicherweise war eine Ortschaft in der Nähe wo wir das Auto hinfahren konnten, irgendwo in der Einöde hätten wir ein echtes Problem gehabt. In der Ringarooma Garage wurde dann ein Teil von der Stoßstange abgeschnitten, damit wir weiterfahren konnte ohne dass die Reifen aufgeschlitzt werden, eine volle Reparatur war hier aber nicht möglich. Also gings in Kolonne weiter nach Launceston. Franks Auto fuhr sogar noch relativ normal. In Launceston hat sich unser Auto dann um eine Unterkunft gekümmert (Irish Murphy's) während die anderen versucht haben einen Reparatur zubekommen. Das Ergebnis war allerdings nicht so angenehm: Spur leicht verzogen, Stoßstange und Kotflügel müssen ersetzt werden, die Reparatur ist nicht in einem Tag möglich und alles in allem wird das ganze ca. 2000 AUD kosten. Nach einigem überlegen hat sich Frank dann dazu entschlossen den Trip so fortzusetzen und das Auto in Melbourne reparieren zu lassen. Abends hat dann Tom lecker gekocht, auch wenn es aufgrund der Einrichtungen fast drei Stunden gedauert hat. In der Zwischenzeit sind Jonas und ich Bier holen gegangen - höchst erfrischend im strömenden Regen. Später sind wir dann noch runter ins Pub und haben die Wärme genossen. ... weiterlesen in Teil 4. Mittwoch, 26. April 2006Reisebericht Tasmania - Teil 2
Mo, 17. April - Freycinet N.P., Wineglass Bay
Wenn man morgens das Zelt aufmacht und direkt auf die schöne Coles Bay schaut, kann man auch über die eisige Kälte und die Duschen ohne Warmwasser hinwegsehen. Nach einem kleinen Frühstück wurden die Autos gepackt und wir haben erstmal einen Tasmania National Park Pass erworben ($50 pro Auto für 8 Wochen und alle Parks ist eine faire Sache). Erster Stop war dann der Freycinet N.P. in dem wir bereits die Nacht verbracht hatten. Ein sehr cooler 5 Stunden Hike hat uns zur Wineglass Bay und zur Hazards Bay geführt, unterwegs Wallabys gestreichelt, auf Felsen rumgeklettert und Füße ins Wasser gehalten. Danach gings wieder auf die Straße und Richtung Norden nach St. Helens. Nach einigem Suchen haben wir einen Campingplatz gefunden und den Abend gemütlich mit Bier und Gitarre ausklingen lassen. Di, 18. April - St. Helens Point, Bay of Fires, Mt. William N.P. Ich bin relativ früh aufgestanden und hab mit Olman Frühstück gemacht. Die Zelte haben wir stehen lassen und sind etwas leichter zum St. Helens Point gefahren. Schöne Felsen und viel Wind. Auf dem Rückweg noch die Peron Sand Dunes mitgenommen - riesige Sanddünen, die schon fast Wüsten-Feeling aufkommen lassen. Danach gings dann über Schotterpisten weiter nach Norden zur Bay of Fires, wo damals die Eingeborenen große Feuer entzündet haben als die ersten Europäer kamen. Abgesehen vom Himmel war es aber doch eher enttäuschent, war halt eine weitere Bucht. Wir waren aber nur am Nordende der Bucht, vielleicht ist der Rest ja spektakulärer. Obwohl es schon relativ spät war sind wir noch weiter nach Norden zum Mt. William N.P. gefahren. Eine gute Entscheidung, denn dank der Dämmerung konnten wir während eines Wild Life Drives (man fährt langsam durch Buschland und hofft Tiere zu sehen) jede Menge Kangaroos, Wallabys und Wombats aus nächster Nähe sehen. Auf dem Rückweg nach St. Helens haben wir dann noch, es war mittlerweile schon Nacht, bei einem alten chinesischen Friedhof angehalten. Mal abgesehen davon das es stockdunkel war, waren wir auch zu blöd das Denkmal für den Friedhof auf dem normalen Friedhof zu finden, also haben wir die Aktion relativ schnell wieder abgebrochen. Ich bin sowieso kein Freund davon nachts auf Friedhöfen rumzulaufen, von daher war mir das ganz recht. ... weiterlesen in Teil 3. Reisebericht Tasmania - Teil 1
Hier kommt der versprochene Bericht der letzten Woche. Ich hoffe ich bekomme noch alles zusammen, aber am Besten fangen wir einfach mal vorne an. Damit das Ganze nicht so länglich wird unterteile ich den Bericht ein bisschen, sonst liest das ja eh keiner. Ach ja, die meisten Links führen zu den dazu passenden Fotos. Viel Spaß beim Lesen!
Sa, 15. April - Die Ankuft Nach einer ewigen Tram-Bahn-Bus-Reise und langem Warten am Flughafen war unser Flug nach Hobart angenehm kurz (50 min). Das Auto abholen ging auch problemlos und war schnell erledigt. Das gute Stück war ein Toyota Corolla Ascent und hat uns wirklich gute Dienste geleistet während der Tour. Nachdem wir also ein Auto hatten ging es los mit dem Linksfahren. Ich bin als erster gefahren und es war doch ziemlich ungewohnt, dass es dunkel war hat nicht gerade geholfen. Nach einiger Zeit hat man sich aber halbwegs dran gewöhnt und mittlerweile hätte ich wahrscheinlich Probleme beim Rechtsfahren *g*. Nächstes Problem war ein Platz zum Schlafen für die Nacht. Es war schon relativ spät und unsere einzige wirkliche Option war Wildcampen. Bis wir aber einen geeigneten Platz fanden vergingen ca. 4 Stunden sinnlos durch die Gegend fahren mit jeder Menge Wallabys (tot und lebendig) auf der Straße. Schließlich haben wir dann irgendwo in einem Vorort am Ende einer Straße hinter einem Erdhügel unser Zelt aufgeschlagen. So, 16. April - Hobart, Mt. Nelson Morgens schnell wieder das Zelt abgebaut, damit uns niemand erwischt und dann erstmal schön Truckershower bei McDonalds (Zähneputzen und Waschen auf Toilette). Danach zurück ins Zentrum von Hobart wo wir die Anderen, das zweite Auto hat die Fähre (13 std) genommen, getroffen haben. Nach ein paar üblen Fahrmanövern meinerseits (rote Ampel, German U-Turn) haben wir dann auf dem Mt Nelson ein Lunch/Brunch abgehalten. Der Blick auf die Stadt und die Bucht war wirklich genial. Weil wir ja nicht zum Spaß in Tasmanien waren, sind wir anschließend ein bisschen Wandern gegangen, aber irgendwie hat niemand bedacht, dass wir den Berg auch wieder hoch müssen wenn wir unten angekommen sind. Als wir wieder oben waren, waren dann auch erstmal alle ordentlich fertig. Nach einer kurzen Pause haben Bou und ich Jonas gegen einen Mexikaner (Olman) eingetauscht und sind zurück nach Hobart um auf Toms Ankunft am Abend zu warten. Während wir also Hobart erkundet, lecker Fish'n'Chips im Hafen gegessen und anschließend in einem Irish Pub das tasmanische Bier (Boag's, Cascade) probiert haben, sind die anderen schonmal nach Bicheno an der Ostküste vorgefahren. Bou und ich kenen uns jetzt übrigens bestens in Hobart City aus. Um 22:30 haben wir dann Tom am Flughafen eingesammelt und haben uns auch auf den Weg nach Bicheno gemacht. Nach 3 Stunden Fahrt mit vielen Tieren auf der Straße waren wir dann ganz froh, dass unser Zelt schon stand und haben den Tag mit einem Becher übelstem Wein beendet. Die Truppe war nun also vollständig und an einem Ort. Unser Programm konnte also beginnen ... weiter lesen in Teil 2. Montag, 24. April 2006I'm back
Vor einer Stunde heim gekommen. Hinter mir liegen 9 Tage Tasmanien, 2.100km mit 2 Autos und 10 Leuten. Unglaublich viel schöne Landschaften und Tiere gesehen, unter anderem auch bei Schnee (ja in Australien!) gewandert. Ich habe so circa 500 Fotos gemacht, muss die aber erstmal ein bisschen aussortieren, sonst schaut sich das ja eh keiner an.
Auf dem Trip haben Bou und ich auch nebenbei ein neues Trinkspiel erfunden. Es hört auf den Namen Flobby Bou und ist besser als jedes andere mir bekannte Trinkspiel. Ich werde das bei Gelegenheit nochmal näher ausführen und die Regeln erläutern. Einen ausführlicheren Bericht gibt es die Tage und dann auch die Fotos. Im Moment will ich nur sagen "Hallo ich lebe noch!".
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