Nach 5 Flughäfen, 4 Flügen, 3 Zugfahrten, 2 nahe zu schlaflosen Nächten und 1 netten 5h Aufenthalt in Knoxville bin ich wieder zurück in Ulm.
Klingt auch etwas schlimmer als es dann tatsächlich war. Bis auf die Sache mit dem Schlaf, dass war mindestens so schlimm wie es klingt wenn nicht schlimmer. Vorallem die erste Nacht, da ich die hauptsächlich auf Bahnhöfen und Zügen von
NJ Transit verbracht habe, bevor ich ich dann die zweite Hälfte der Nacht mit der miserablen Gate-Bestuhlung am Newark Airport rumärgern durfte. Die wurde nämlich bestimmt mit Absicht so konstruiert, dass große Menschen da nicht gescheit drauf schlafen können (btw: kennt ihr
www.sleepinginairports.net?). Alles in allem ist Newark ein ziemlich miserabler Flughafen, da lobe ich mir Charlotte wo es sogar free(!) Wireless gibt.
Trotzdem ganz witzig war aber meine Ankunft in Newark. Eine Monorail-Bahn (they call it
Airtrain) verbindet den Bahnhof und die Terminals. Ich steige also in dem menschenleeren Bahnhof in diesen menschenleeren Zug ein, der aus lauter nicht verbundenen Miniabteilen besteht. Die Kabinen sind fast rundum verglast und hell beleuchtet. Die ganze Situation hat mich ganz stark an Gordan Freeman und den Anfang von Half-Life erinnert (Nerd! Ich weiss). Also während ich mir noch überlege ob mich jetzt am Terminal wohl auch
Headcrabs erwarten ändert der Zug plötzlich seine Richtung und fährt wieder zurück zum Bahnhof. Nach längerem Suchen erklärt mir dann eine gefundene Mitarbeiterin, dass der Airtrain nachts im Shuttle-Modus läuft und das ich deswegen an Haltestelle P4 umsteigen muss. Leider wurde das aber weder per Durchsage verkündet noch irgendwo angezeigt. Naja also nochmal 15 Minuten gewartet bis der Airtrain wieder da war, umgestiegen und dann beim Terminal rausgekommen. Langweilig. Aber der Moment wo ich in dem Ding sitze, mich wie Mr. Freeman himself fühle und dann der Zug plötzlich umdreht, das war schon sehr speziell.
Die Konferenz in Princeton lief übrigens sehr gut. Der Vortrag kam gut an. Sonst auch gute Vorträge gehört (bio-inspired networking, high definition location awareness, smart distributed DoS attacks, ...) und interessante Leute kennengelernt. Princeton University war auch sehr beeindruckend. Alles sehr groß und alt und ehrwürdig. Selbst die Dorms sehen von Außen eher nach Kathedrale aus. Die Bibliothek ist riesig und eine eigene Kirche hat der Campus auch (vermutlich größer als manch andere Stadtkirche). Alles in allem ein sehr inspirierender Ort.