In letzter Zeit habe ich viel zu wenig über Bücher geschrieben, obwohl ich gerade einen ziemlich hohen Lesedurchsatz habe. Um dem gerecht zu werden, führe ich hiermit eine neue Serie ein (die erste in meinem Blog). Ob diese auch über einen experimentellen Status hinaus bestand haben kann muss die Zeit zeigen (auf gut deutsch: mal schauen ob ich nächsten Sonntag dran denke und Lust drauf habe).
Heute geht es um
American Gods von
Neil Gaiman. Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, dass ich Fantasy nicht mag, dass Buch aber eine Ausnahme ist und so weiter und so fort, das lasse ich aber an der Stelle mal sein, da die Ausnahmen nehmen nämlich seit einiger Zeit erschreckend zu und schuld sind natürlich Tolkien und Rowling, wo führt das nur hin ...

Also American Gods. Im Zentrum des Romans steht Shadow. Shadow wird aus dem Gefängnis entlassen und gerät etwas unplanmäßig zwischen die Fronten im Kampf der alten Götter (nordische, indische, ägyptische, irische und noch viel mehr Götter) gegen die neuen Götter (Internet, Kreditkarte, Fernsehen, Spione und was noch so alles dazu gehört). Shadow kämpft mit Mr. Wednesday (besser bekannt als Odin) und seiner toten Ehefrau Laura (die trotzdem recht hilfreich sein kann) auf der Seite der alten Götter, wobei ihm doch so einiges wiederfährt.
Klingt erstmal alles ziemlich abgefahren, liest sich aber sehr amüsant und unterhaltsam. Man lernt etwas über verschiedene Götter und Mythen und bekommt Coin-Tricks schmackhaft gemacht. Die Story ist gut ausbalanciert, soll heißen, es gibt eigentlich keine langweiligen Passagen, stattdessen sorgen einige schöne Wendungen für kontinuierliche Spannung und eine sich schön entwickelnde Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren.
Ich habe die längere Version (author's preffered text) gelesen und kann deshalb natürlich auch nur für diese sprechen, aber ich empfand die 640 Seiten von American Gods als sehr unterhaltsam und kurzweilig und kann das Buch wirklich empfehlen.
Bei
amazon.de kann man in das Buch
reinlesen (englisch).